Wolkenschloss

Darum geht’s:

Die siebzehnjährige Fanny ist Praktikantin im Wolkenschloss, einem magischen Ort hoch oben in den Wolken. Als sie an ihrem ersten Tag als Kindermädchen direkt dem Hotelierssohn Ben Montfort vor das Auto fällt beginnt der Trubel erst, denn über Weihnachten und Neujahr sind wie jedes Jahr besonders viele Gäste angekündigt. Schnell macht sie die Bekanntschaft des asiatischen Schönlings Tristan Brown, doch warum verbringt er seine Freizeit an den Fassaden des Hotels zu klettern und was sucht er in der Suit einer steinreichen russischen Oligarchengattin? 

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Diese und eine Menge weiterer Fragen lassen die vielleicht etwas zu neugierige Fanny einfach nicht los und bald schon findet sie sich zwischen Geheimnissen und Verstrickungen, die sie um jeden Preis zu lösen gewillt ist, in einem Abenteuer wieder, von dem sie sich niemals hätte Träumen lassen.

Rezension:

Mit den ersten Seiten habe ich in das Wolkenschloss eingecheckt und musste mit dem letztem Satz vom rücksichtslosen Rudi wieder rausgeworfen werden, da ich sonst nie mehr gegangen wäre. „Wolkenschloss“ ist ein Buch, in dem man sich wegträumen kann und die Realität hinter sich lässt! Es hat einen ganz eigenen Charm, der einen sofort einhüllt. Das Wolkenschloss strahlt eine ganz besondere Stimmung aus, es ist stilvoll und elegant, hat aber auch unaufgeklärte Phänomene einzustecken, wie die verbotene Katze oder die Weiße Dame. Jegorow hat zu Hundertprozent Recht, wenn er von der Magie und Stärke dieses Ortes spricht! Kerstin Gier schreibt mit einer Liebe zum Detail und der bildhaften Vorstellung aller Orte.

 

Fanny ist ein bodenständiger nahbarer Charakter, in den ich mich sofort hineinversetzen konnte! Sie war mir von den ersten paar Zeilen an sympathisch und so habe ich bis zum Ende mit ihr mitgefiebert. Das beste ist, dass jede Person einen eigenen Flair hat. Jede mit ganz eigenen Charakterzügen, die sie zum Leben erwecken und jede Person hat etwas zu dem großen ganzen beigetragen. Ich habe es geliebt die Gäste nach und nach kennenzulernen, mit Fanny hinter ihre Fassaden zu blicken und auch die Angestellten des Wolkenschlosses hatten immer eine Überraschung gut.

Besonders praktisch ist übrigens das Personenverzeichnis und Glossar hinten im Buch. Die witzigen Anekdoten der Charaktere sind besonders interessant zu lesen und zwischen allen Personen findet man sogar hin und wieder eine, die in der Geschichte nicht erwähnt wurde ...

 

Das Cover:

Atme ich noch? Ich atme noch. Gerade so. Denn dieses Cover verschlägt einem die Sprache! Die Fassade des Wolkenschlosses, verschnörkelt und glitzernd lädt einen ohne Umschweife ein, sich ihm hinzugeben. Und außerdem kommt wahrscheinlich niemand ums Schmunzeln während man versucht die Personen zu identifizieren … am besten sind auf jeden Fall die Hugos!

Ich gebe dem Buch absolut verdiente ✶ ✶ ✶ ✶ Sterne und empfehle es ab 14 Jahren.

°Hier stand ich also völlig erschöpft im Schnee, während vom Ballsaal entfernt Violinenklänge zu uns hinüberwehten. Um meinen Hals trug ich einen Diamanten von fünfunddreißig Karat, der mir nicht gehörte, und in meinen Armen hielt ich ein schlafendes Kleinkind, das mir ebenfalls nicht gehörte.°

Buch: Wolkenschloss

Autorin: Kerstin Gier

Verlag: FISCHER