The Inheritance Games

Darum geht’s:

Avery Kylie Grambs ist es gewöhnt sich durchs Leben zu schlagen. Sie hat einen Plan und wenn alles so läuft wie sie es sich vorstellt, schließt sie die Schule ab, sucht sich einen sicheren Job und wird bald ein ganz gewöhnliches Leben führen. Doch all ihre Pläne sind Vergangenheit, als der Multimilliardär Tobias Hawthorne stirbt und ihr so gut wie sein gesamtes Vermögen mit nur einer Bedingung hinterlässt. Das Problem – Avery hat bisher noch nie von ihm gehört. Um das Geld zu erhalten, muss sie ein Jahr auf dem Anwesen der Familie leben, zusammen mit 

den frisch enterbten Hawthornes. Allen voran den vier Enkelsöhnen des Multimilliardärs. Doch Avery bleibt kaum eine Wahl. Von einem Tag auf den anderen steht sie im Rampenlicht der Medien und Menschen, die sich zuvor kaum um Existenz geschert haben, tauchen auf der Bildfläche auf. In all dem Trubel möchte Avery eigentlich nur eines wissen: wieso sie? Um den Grund für ihren Schicksalswandel aufzudecken, begibt sie sich in ein Spiel, dessen Regeln sie nicht kennt. Ein Rätsel führt zum nächsten und bald findet sich Avery in einem Abenteuer wieder, in dem vergangenes mit der Gegenwart verschmilzt und ihre Zukunft infrage gestellt wird.

Rezension:

Der erste Band von „The Inheritance Games“ ist ein gelungener Reihenauftakt!

Die Geschichte ist mitreißend, voller Wendungen und Zwietracht. Jeder hat etwas zu verbergen und die Charaktere wachsen an den Herausforderungen, die sie sich gegenseitig stellen. Dazu kommt ein Liebesdreieck zwischen zwei der Hawthorne Brüder und Avery, was wiederum den Rest der Handlung anstachelt. Die Charaktere sind vielfältig, jeder hat seinen Platz und seine Rolle im Spiel. Avery ist mir schnell ans Herz gewachsen, sie ist neugierig und kämpferisch und die Hawthorne Brüder haben mich auf Anhieb fasziniert. Grayson, Jameson, Nash und Xander. Sie sind total verschieden. Vor allem Xander hat mich am Ende nochmal überrascht und ich bin gespannt, was es im zweiten Band mit ihm auf sich haben wird. Ich mochte es zu sehen, wie Avery sich langsam mit ihrem neuen Leben identifiziert, zwischendurch rückt das Rätsel rund um das Testament etwas in den Hintergrund und man sieht, wie sie lernt sich mit den neuen Umständen zurechtzufinden. Obwohl die meiste Zeit Avery im Vordergrund steht, muss ich sagen, dass ich die Beziehung, die sich zwischen Nash und Averys Schwester Libby entwickelt, noch viel mehr liebe als das zwischen Avery, Grayson und Jameson. Denn auch für Libby stellt das alles einen großen Umbruch dar und da sie jemand ist, der sich immer an erster Stelle um andere sorgt, fällt es ihr besonders schwer in dieser neuen Welt darauf zu achten, was ihr guttut. Und dann ist da Nash, der ihr die Hand reicht und sie umherführt. Die beiden werden nur zwischendurch immer wieder miteinander aufgegriffen und ihre Entwicklung ist einfach süß, es scheint als wären sie wie füreinander gemacht. 

Es brauchte ein wenig, bis ich mich an den Schreibstil von Jennifer Lynn Barnes gewöhnt hatte und es mich wirklich mitgerissen hat. Als ich einmal drin war, kam in der Geschichte dann jedoch eines zum nächsten und es wurde durchaus schwer das Buch zur Seite zu legen.

Neben „The Inheritance Games“ habe ich bisher nur die Thriller von Karen M. McManus gelesen, welche zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählen. Obwohl man die Bücher schlecht vergleichen kann, weil sie ganz verschiedene Begebenheiten thematisieren, muss ich sagen, dass „The Inheritance Games“ aus meiner Sicht diese außergewöhnliche Raffinesse und Cleverness fehlt, die die Bücher von Karen M. McManus auszeichnen. Das ist aber nur ein kleiner Punkt und trotz dieses Vergleichs kann ich „The Inheritance Games“ ab 13 Jahren sehr empfehlen! Es ist ein Roman voller dunkler Familiengeheimnisse, ungelöster Rätsel und ein wenig Herzschmerz.

Buch: The Inheritance Games

Band: 1

Autorin: Jennifer Lynn Barnes

aus dem Amerikanischen von: Ivana Marinović

Verlag: cbt