Silberflut: Das Geheimnis von Ray's Rock

Darum geht’s:

26 Kinder, zwei Lehrer, eine Schnitzeljagt. Eigentlich sollte es nur eine abenteuerliche Schatzsuche werden, doch nachdem eine silberne Nebelwelle die Insel überrumpelt hat, sind nur noch sieben Schüler übrig. Zuerst finden Nick, Jesper, Lucy, Milla, Laurens, Theo und Eddie das ganz noch ganz cool – endlich keine nervigen Lehrer mehr die sich für was Besseres halten – doch dann bemerken sie, dass es kein Spiel ist. Warum scheinen Pflanzen und Tiere so unnatürlich schnell zu wachsen und wieso gehen die Elektrogeräte nicht mehr?

Wie sollen sie ohne Hilfe diesem Horror entkommen?

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Rezension:

Die Idee hinter „Silberflut: Das Geheimnis von Ray’s Rock“ mochte ich sofort. Ich mag Bücher die in der Natur spielen und auch die Verbindung zu früheren Kulturen, wie den Kelten in diesem Fall.

Die Geschichte ist aus den Perspektiven von Eddie und Milla geschrieben, was für die Story hilfreich ist, weil die Beiden so nochmal von verschiedenen Seite gezeigt werden. Immer wieder wurden Teile aus der Vergangenheit von ihnen eingespielt, was eine gewissen Bezug aufgebaut hat. Da sie so grundverschieden sind, ist es interessant zu sehen, was sie beeinflusst. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass Milla sich den anderen ein wenig öffnet, anstatt alles für sich zu machen. Man merkt immer deutlicher, dass sie nicht von Grund auf egoistisch ist, sondern schlechte Erfahrungen hat, aber ihr Verhalten hat mich zwischendurch sehr genervt. Auch hätte ich gerne noch mehr über sie erfahren, aber es ist kein zwingender Punkt, da sie trotzdem verständlich dargestellt wurde.

Die Charakter und deren Umsetzung haben mir an sich jedoch gut gefallen, weil alle sehr unterschiedlich sind und jeder etwas eigenes interessantes an sich hat. Zudem sind manche Charakterzüge erst während der Handlung immer deutlich geworden und haben den Anschein erweckt, doch nicht so unwichtig zu sein, wie zu Anfang vielleicht erwartet.

Während des Lesens habe ich immer wieder auf die Karte von Ray's Rock im Buch zurückgegriffen, was für die Orientierung wirklich hilfreich war!

 

Trotzdem hatte ich mir insgesamt mehr erhofft. Aus meiner Sicht gab es keinen ersichtlichen Höhepunkt, auch wenn die Spannung einen deutlichen Faden hatte. Im Endeffekt sah es am Ende genauso aus wie zu Anfang, weil kein Weg zu etwas standhaften geführt hat. Außerdem wurde Details, die vielleicht wichtig wären, immer wieder überspielt, wie das „Seemonster“ was Theo behauptet gesehen zu haben, oder Jesper der immer mehr der Geschehnisse mit den alten Kelten verbindet. Auch wie merkwürdig sich die Tiere verhalten wurde immer nur nebenbei angesprochen. Ich bin sicher, viel davon wird für den zweiten Band relevant sein, aber damit es nicht nur ein endloser Marsch ist, hätte ich weitere Gedankengänge wichtig gefunden.

 

Da Schlussendlich viele Fragen offen geblieben sind, bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt! So gebe ich dem Buch ✶ ✶ ✶ Sterne und empfehle es ab zehn Jahren.

Buch: Silberflut: Das Geheimnis von Ray’s Rock

 

Autorin: Alex Falkner

 

Band: 1

 

Verlag: Arena