Past perfect life. Die komplett gelogene Wahrheit über mein Leben

Darum geht’s:

Bei Ally läuft gerade alles perfekt. Sie lebt in einem kleinen Dorf in Wisconsin, geht auf die lokale Schule und hat mit Marian und Neil die besten Freunde, die man sich wünschen kann. Seit sie dort wohnt gehört sie praktisch zur Familie der beiden, den Gleasons. Wenn alles gut läuft, bekommt sie ein Stipendium und wird nach ihrem Abschluss auf ein nahegelegenes College wechseln. Ihr Leben ist klein, aber sie mag es so. Niemals wollte sie es anders.

Obwohl sie immer mal wieder Fragen über ihre Mutter stellt, reicht ihr ihr Dad vollkommen aus. Doch dann taucht plötzlich das FBI auf und lüftet ein großes Familiengeheimnis.

Allys Mutter ist nicht tot, wie sie immer dachte. Und Ally ist nicht Ally.

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Rezension:

„Past perfect life“ hat mich ein wenig enttäuscht. Dem Klappentext nach habe ich große Erwartungen auf das Buch gesetzt. Es klang spannend, abwechslungsreich und einfach mal anders. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Ally geschrieben und erzählt, wie es ihr ergeht, nachdem sie gegen ihren Willen so überraschend zu ihrer doch noch lebenden Mutter Paula geholt wird. Aus meiner Sicht gab es keinen wirklichen Höhepunkt und viel drehte sich immer nur im Kreis. So wurden zum Beispiel keine überraschenden Wendungen eingebaut, es war alles ziemlich vorhersehbar und oberflächlich gestaltet. Die ersten Seiten des Buches gefallen mir noch ganz gut, ein leichter Einstieg. Doch nachdem Ally zu Paula nach Florida gezogen ist, wurden die Passagen in meinen Augen sehr langatmig.

 

Die meiste Zeit, ging es nur um Allys Vergangenheit und Ally hat nicht mal probiert sich irgendwie in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Natürlich kann ich ihre Sicht gut nachvollziehen, ich finde es überhaupt nicht richtig sie in einer ohnehin schon schwierigen Situation völlig aus ihrer Umgebung zu reißen. Doch warum kriegt sie ihren Mund nicht auf? Sie hat ihre Gefühle fast nur versteckt und war am Boden zerstört, ohne das sich lange Zeit etwas änderte. Immer wenn sie Paula ihre Sichtweise erklären wollte, wurden ihr die Worte abgeschnitten. Erst ihre Auseinandersetzung bevor Ally beschlossen hat, dass sie etwas ändern muss, finde ich gut, da sie endlich Mal auf ihre Meinung besteht.

 

Nun zu den anderen Charakteren (!Achtung Spoileralarm!):

Mit Paula konnte ich leider einfach nicht warm werden. Ich hab sie in manchen Punkten verstanden, ihr Verhalten jedoch (wie sie nie von der Vergangenheit loslassen konnte und immer mit dem gleichen angefangen hat, ohne die Anderen ausreden zu lassen) hat mich sehr genervt. Craig (Allys Stiefvater) wurde mir andererseits mit der Zeit immer sympathischer! Mir gefällt es, dass er wenigstens probiert hat, Ally ein bisschen Normalität zu geben, obwohl Paula seine Frau ist und er sich ihr somit auf gewisse Weise widersetzen muss. Auch Sarah (Allys Halbschwester) mag ich gerne, besonders die Verbindung die Ally zu ihr aufbaut! Die Gleasons und Allys andere Freunde aus Wisconsin haben mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben, eine richtige Großfamilie. Und die Aktion, als Neil Ally abgeholt hat, sowohl die Andeutungen, dass sie schon darauf warteten sie aus Florida retten zu dürfen, als auch, dass Rob Neil ohne zu zögern sein Auto zu überlassen hat, haben gezeigt, dass Ally nun mal zu ihnen gehört und sie sie niemals im Stich lassen würden!

 

Insgesamt finde ich „Past perfect life“gut, es konnte mich jedoch nicht begeistern. Deswegen gebe ich dem Buch  ✶ ✶  Sterne und empfehle es ab 12 Jahren!

Buch: Past perfect life - Die komplett gelogene Wahrheit über mein Leben

Autorin: Elizabeth Eulberg

Verlag: Arena

aus dem Englischen: Anne Markus