Alles ganz normal

Darum geht's:

Alles ist neu für Camilla. Neue Umgebung. Neue Schule. Neue Familie. Nach dem Tod ihrer Mutter sind sie nun tatsächlich zu der neuen Freundin ihres Vaters gezogen und – es ist schrecklich. Als sie dann auch noch ihr Idol, Luna, eine berühmte TikTokerin, an ihrem ersten Schultag gegen sich aufbringt, kann es doch eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.

Denn während Lunas Welt nach aus einfach nur perfekt scheint, bricht Camillas gerade zusammen. Und es wird nur noch schlimmer, als ein peinliches Video von ihr viral geht, indem sie über ihre erste Periode spricht. Doch bald schon steht sie nichtmehr alleine da, denn mit diesem Thema betrifft so viele auf der Welt ...

IMG_6511.jpeg

Rezension:

Ich kenn kein anderes (nicht Sach-) Buch in dem so offen über dieses Thema gesprochen wird. Umso wichtiger ist dieses. Robenta Manasco spricht ein Thema an, was in unserer Gesellschaft praktisch als Tabuthema abgestempelt wurde. Die Periode, Regelblutung, Tage oder wie sie sonst noch bezeichnet wird. Die Menstruation. Ich finde es super wie offen damit umgegangen wird und besonders, wie offen gezeigt wird, wie sich Mädchen damit fühlen, wenn es überall als „peinlich“ gilt. Außerdem finde ich besonders die Message toll, dass die Menstruation ein Thema ist mit dem keiner alleine dastehen muss. Denn es betrifft die Hälfte der ganzen Weltbevölkerung! Ein bisschen schade fand ich zu Anfang, dass Luna sich so total gegen Feminismus ausspricht, besonders mit einer so engagierten Mutter. Der Punkt der mir in dem Bezug im Nachhinein positiv aufgefallen ist, ist, wie sich ihr Blick ändert, als sie merkt, wie unfair zurzeit alles bei ihr abläuft. Stark finde ich außerdem, dass ihre beste Freundin Giulia sich schnell auf die Seite von Camilla schlägt, obwohl Luna sich damit erst nicht wirklich befasst. Mein erstes Bild von ihr war nämlich, dass sie eher immer Lunas Sicht teilt und ich finde es wichtig, dass jeder auch eigene Meinungen haben soll, unabhängig von denen seiner Freunde. Ganz generell finde ich das Buch persönlich geschrieben und ich konnte somit sofort einen guten Bezug zu Camilla und Luna aufbauen, aus deren Perspektive es sich abwechselt. Auch das finde ich in der Sicht wichtig, da die beiden nochmal sehr anders auf die Geschehnisse blicken und man die beiden zusätzlich so sieht, wie sie sich nach außen zeigen, als auch ihren inneren Kern und ihre Beweggründe.

 

Ich gebe dem Buch ✶ ✶ ✶ Sterne und empfehle es ab 11 Jahren!

Buch: Alles ganz normal

 

Autorin: Robenta Marasco

 

Verlag: Carlsen

 

Aus dem italienischen: Ulrike Schimming